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Mainfrankentheater Würzburg

Mainfrankentheater Würzburg

Bauaufgabe: Neubau / Erweiterung und Sanierung
Bauherr: Mainfrankentheater Würzburg
Leistungen: LP 6-9
Baubeginn: 2019
Entwurfsverfasser: PFP Planungs GmbH, Hamburg
Mitarbeit Realisierung: Patrick Neubeck, Eszter Fülesdi, Mina Meskarani, Michael Jakob, Katerina Takhtin, Maximilian Hüttner, Pauline Tannous, Verena Wachter

 

Mainfrankentheater in Würzburg

Das Mainfrankentheater in Würzburg hat etwa ein halbes Jahrhundert nach seiner Erbauung dringenden Sanierungsbedarf. Dies betreffen vor allem die veraltete Bühnentechnik und die mangelnde Raumkapazität. Letzteres soll durch einen neuen Anbau ausgeglichen werden. Auch die Barrierefreiheit soll im sanierten Gebäude gewährleistet sein. Den Entwurf übernahm die PFP Planungs GmbH aus Hamburg, während P für die Vergabe zuständig ist und den Baufortschritt überwachen wird.

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Nachdem das Theater 1945 durch Bombenangriffe der Alliierten komplett zerstört wurde, wurde das neue Theater 1966 eröffnet. Es steht nun an der Stelle des alten Würzburger Bahnhofs, der Mitte des 19. Jahrhunderts stillgelegt und als Veranstaltungsort genutzt wurde.

Seit der Neueröffnung 1966 ist mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen und das Theater bedarf hinsichtlich einiger Aspekte eine Sanierung. Da die Raumkapazitäten nicht mehr ausreichend sind, wird eine Erweiterung des Theaters benötigt. Hierfür erhält das Gebäude einen neuen Anbau Richtung Theaterstraße. Dieser Kopfbau wird in Zukunft das Gesicht des Mainfrankentheaters sein und mit für dessen Wirkung nach außen verantwortlich sein. Die opulent wirkende Auskragung, welche in der Visualisierung zu sehen ist, schafft sowohl einen überdachten Vorplatzbereich, auf dem vor, während und nach der Spielzeit verweilt werden kann, sondern auch eine Terrasse in den oberen Stockwerken. Hier können die Theaterpausen verbracht oder ein kleiner Empfang im Freien abgehalten werden. Hier entsteht auch ein neues Foyer, was den anderen Räumen im hinteren Teil des Gebäudes mehr Raum und mehr Sitzplätze geben wird. Das Foyer wird wie in der Vergangenheit auch, die Kassen und die Garderoben, sowie die Bewirtung beherbergen. Ein neues Element wird die ausladende, gewendelte Treppe sein, welche dem Raum noch mehr Dimension gibt und es dem Besucher ermöglicht, immer wieder neue und außergewöhnliche Blickwinkel zu finden und so sein Theater immer wieder neu zu entdecken.

Doch auch der technische Stand genügt den Ansprüchen des Theaterbetriebs nicht mehr, weshalb nicht nur energetische und optische Maßnahmen durgeführt werden müssen, sondern auch eine Erneuerung der kompletten Bühnentechnik. Diese muss in allen Fällen zuverlässig funktionieren, damit ein reibungsloser Ablauf eines Theaterabends und dessen Vorbereitungen gewährleistet werden kann.

Barrierefreiheit spielt in der heutigen Architektur natürlich eine wichtige Rolle. Da das Theater im jetzigen Zustand kaum barrierefrei genutzt werden kann, wird dies mit der Sanierung geändert. Im neuen Konzept werden sowohl barrierefreie Lösungen für die Erschließung aller Ebenen als auch für das Erleben des Theaters berücksichtigt und werden nun in die Tat umgesetzt.

Eine Sandsteinfassade soll dem Theater einen neuen äußeren Eindruck geben. So kann auch das äußere Erscheinungsbild der Qualität der Nutzung gerecht werden.